Anregungen zur Fischereistatistik
Die Fischereistatistik wird seit 1993 auf genauerer Basis als bis dahin geführt. Jeder entnommene Fisch muss noch am Bach in einem Büchlein mit Datum, Uhrzeit, Länge, Fischart und Gewässercode eingetragen werden. Die Büchlein müssen der Verwaltung abgegeben werden und werden durch diese ausgewertet. Dazu werden die Fische in verschiedene Grössenklassen eingeteilt. Das so gesammelte Zahlenmaterial ist auf der vorgehenden Seite dargestellt für eigene Gedanken und Schlussfolgerungen.
Allgemeine Bemerkungen
In der Karte sind die Seen und Bäche blau abgebildet (Schongewässer rot). Die Bäche sind für die Statistik in
Bereiche (Gewässercodes) unterteilt. Die roten Balken geben an, wieviele Fische im jeweiligen Abschnitt
gefangen wurden. Wenn man den Mauszeiger auf den Balken bewegt, wird der Name und
die Anzahl Forellen sowie deren Durchschnittsgrösse angezeigt. Ein Mausklick auf einen roten Balken zeigt ein Foto des Gewässerabschnitts.
Alternativ können auch die Fangerfolge in Zusammenfassungen von verschiedenen Teilstrecken oder die Grössenverteilung
der Fänge in den Fliessgewässern über die Jahre dargestellt werden.
Anregungen
Untenstehende Bilder wurden mit der Anwendung auf der vorgehenden Seite gemacht. Es ist eine Kette von Bildern, die mit Gedanken zu den Zahlen ergänzt wurden...
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1993 wurden in unseren Gewässern fast 10'000 Forellen gefangen. Das Bild zeigt klar, dass der Hauptteil dieser Fische in der Sitter ab Appenzell abwärts und in den Seen gefangen wurden. |
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Bis zum Jahr 2002 schrumpften die Fänge auf knapp 5300 Fische. Vor allem in der unteren Sitter wurden massiv weniger Forellen gefangen. (Der Massstab für die roten Balken ist in beiden Bildern gleich!). Ab dem Jahr 1997 wurde die Besatzwirtschaft im Kanton Appenzell Innerrhoden umgestellt. Der Fälensee wird seit diesem Jahr wieder (wie früher auch) mit Namaycush-Sömmerlingen besetzt. Dieser Besatz liess den Stückertrag in diesem See ansteigen. |
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Wie entstand der Ausfall in der unteren Sitter? Ein Blick auf die Grössen-verteilung der Fänge (nur Fliess-gewässer!) zeigt, dass wohl auch weniger grössere Fische (über 30cm, untere Kurven weiss, rot, schwarz) gefangen wurden, vor allem aber wurden viel weniger kleinere Forellen (24 - 25cm, blaue Kurve) gefangen. Im Jahr 2001 wurden gar mehr 26-27er (gelbe Kurve) als kleinere gefangen! Dazu muss man sich in Erinnerung rufen, dass 1993 das Schonmass von 22 auf 24 cm angehoben wurde. Hat hier ein Umdenken der Fischer stattgefunden? Hatte man 1993 noch im Hinterkopf, dass 24 cm volle 2 cm über dem (alten) Schonmass lag? Oder gibt es völlig andere Gründe? |
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Sieht man sich die Verteilung der Fänge auf die einzelnen Gewässerabschnitte an, zeigt sich ein seltsames Bild (verschiedene Gewässercodes wurden für diese Grafiken zusammengefasst): Wie bereits festgestellt wurden in der unteren Sitter massiv weniger Forellen gefangen. Dieser Abfall geschah aber nicht kontinuierlich. Innerhalb von nur zwei Jahren reduzierten sich die Fänge und fallen seither in der Tendenz nur noch wenig ab. Warum? Haben einige sehr erfolgreiche Fischer das Patent nicht mehr gelöst? Sind Räuber unterwegs? Hat das Hochwasser von 1997 so grossen Schaden hinterlassen? Ist die Erhöhung des Schonmasses (und ein allfälliges Umdenken der Fischer) schuld? |
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Werden die 24-25er aus der Grafik "eliminiert" bleiben die Kurven in der Tendenz erhalten. Die Erhöhung des
Schonmasses kann nicht allein schuld sein. 1997 wurde die Besatzwirtschaft umgestellt. Seither wurden kaum mehr
Sömmerlinge in der unteren Sitter eingesetzt. Der Einbruch setzte aber bereits 1996 ein, auch das Hochwasser
von 1997 war "zu spät". Räuber? |




