Mein portables Büro. 21.02.2005
Also. Die Vorgeschicht ist die, dass ich Microsoft-Sei-Dank vor einigen Wochen einen solchen Crash produziert habe,
dass ich mein Notebook neu aufsetzen musste. Das Ganze wurde dann zum Anlass genommen, die Kiste mit besserer Software
zu füttern.
So gelangt jetzt nur noch der
Firefox als Browser
zum Einsatz. Statt dem üblichen Outlook verwende ich als Mail-Client
Thunderbird.
Als Office-Paket brauche ich
OpenOffice.
Alle drei Pakete natürlich je in der deutschen Version, und gekostet haben sie mich schlicht, einfach und legal: nichts.
Ich bin zufrieden. Die Pakete funktionieren einwandfrei, bzw. nicht weniger einwandfrei als die jeweiligen Gegenstücke ;-).
Die Pflege meiner Site geschieht über einige
Python-Scripts.
So weit so gut...
Nun habe ich gelesen, dass man das Zeug auch ab einem USB-Stick brauchen kann. Ohne dass die Software auf einem PC installiert sein muss.
Inspiriert von den guten alten Zeiten, als man noch zwei Disketten hatte (eine mit dem Betriebssystem, eine mit dem Kram)
beschaffte ich mir einen 512 MB Stick (wenn wir schon bei den alten Zeiten sind: das ist genau 1024 mal mehr Speicher, als mein erster
Privat-PC anno 1986 an RAM hatte).
Jetzt ist es soweit. Der Stick ist als portables Büro eingerichtet. Auf dem Stick sind montiert
- Thunderbird und die Informationen zu meinen Mail-Konten samt meinem Mailverkehr und Lieblings-Blogs.
- Firefox mit meinen Einstellungen und Lesezeichen.
- OpenOffice für den Bürokram. Logischerweise gehören natürlich auch meine aktuellen Daten drauf.
- Die Rohdaten meiner Site, samt dem dazugehörenden Python-Interpreter und den Scripts. So ist es möglich, die Site unabhängig von meinem PC anzupassen.
- Ein Editor, um die Site, Scripts und Batch-Dateien zu bearbeiten.
Damit nicht jeder gleich meine Mails lesen kann, wenn ich das Ding verlieren sollte, sind diese mit
Cryptainer LE verschlüsselt. Die Verschlüsselungssoftware ist natürlich ebenso auf dem Stick montiert!
Der Stick wurde noch mit
xxcopy und Batch-Dateien so automatisiert, dass der Daten- Mail- und was-weiss-ich-Bestand
auf dem Stick mit jenem auf dem PC automatisch abgeglichen wird.
AutoRun-USB startet die notwendigen Dateien für den Datenabgleich, sobald der
Stick eingestöpselt wird und ausserdem auch noch den Cryptainer, welcher nach dem Eintippen des Passwortes seinerseits dem PC vorgaukelt, dass die Mails auf einem anderen USB-Stick seien,
der soeben eingesteckt wurde. Darauf startet der Autorun-USB dann praktischerweise gleich noch Thunderbird und los geht's. Praktisch und schnell.
So kann ich jetzt alle meine wesentlichen Dinge bei mir haben und brauche nur noch irgendeinen PC auf der Welt, der über einen Internet-Anschluss
verfügt (gibt es eigentlich auch noch welche ohne?).
Mit anderen Worten: nach über 20 Jahren bin ich wieder dort, wo ich begonnen habe: Mein Zeug ist auf einem mobilen Speicherdings, der PC ist nur
ein Apparat, dessen Zustand mir sozusagen egal sein kann.
Ich freue mich auf die Zeit in der ich meinen PC jederzeit, ohne Fluchen und Zittern "format-c" kann, weil meine Daten und Programme davon nicht betroffen sind... ;-)